Der Besuch einer der Kirchen im Montafon ist ein Muss. Im Montafon gibt es zahlreiche Wallfahrtskirchen, welche einen Kurzbesuch auf alle Fälle wert sind. Man muss nicht unbedingt sehr gläubig sein, um sich eine Kirche anzusehen. Diese alten Gemäuer bergen sehr oft interessante Fresken und vereinen verschiedene Stilepochen.
Eine der schönsten Kirchen des Tales ist die dem hl. Bartholomäus geweihte, barocke Pfarr- und Wallfahrtskirche in Bartholomäberg. Der Grundstein für diese Kirche wurde am 26. Mai 1729 von Pfarrer Johann Franz Marent gelegt. Die feierliche Einweihung war am 6. Juni 1743 von Bischof Benedikt von Rost aus Chur. Bartholomäberg war um das Jahr 1100 die erste Pfarre im Montafon.
Der älteste und kostbarste Kunstschatz der Kirche ist das romanische Vortragekreuz aus dem Jahre 1150. Ein Duplikat ist in der Pfarrkirche Bartholomäberg zur Besichtigung ausgestellt. Weitere Sehenswürdigkeiten dieser Pfarrkirche:
Spätgotischer Flügelaltar.
St. Anna Knappenaltar, der nach Überlieferung von hiesigen Bergknappen gestiftet wurde.
Die im Jahre 1792 gebaute Denkmalorgel ist eine der klangschönsten einmanualigen Orgeln in ganz Österreich. Sie wurde vom Orgelbauer Johann Michael Graß in den Jahren von 1746 bis 1809 gebaut
Die Kirche wurde 1611-1617 erbaut. 1622 wurde die Kirche beim Einfall der Prätigauer beschädigt und wurde schließlich nach ihrer Wiederinstandsetzung 1644 von Bischof Johann VI. geweiht. In den Jahren 1791/92 wurde die Pfarrkirche vergrößert und ein Jahr später wurde der Kirchturm nach alten Vorlagen erbaut. 1980/1981 wurde die Kirche innen und außen renoviert.
1999 wurden die Dachkonstruktion, die Schindeln und der Kircheneingang erneuert. Zudem wurden die Wände verstärkt sowie eine Innen- und Außenrenovierung durchgeführt. Bei dieser Renovierung wurde am Deckengewölbe beim Hochaltar ein über-maltes, jedoch relativ gut erhaltenes Fresko aus dem 18. Jahrhundert entdeckt. Durch eine meisterhafte Restaurierung konnte dieses Fresko wieder hergestellt werden.
Gottesdienst: Samstag 17.30 Uhr
Historische Kirche in neuromanischem Stil, 1869 vom Linzer Bischof Franz Josef Rudigier eingeweiht (Darstellung im Kirchenfenster, links im Querschiff), dessen Geburtshaus in Partenen steht. Sehenswürdigkeiten dieser Pfarrkirche:
Hochaltar aus der Werkstätte Fidelis Rudharts in Feldkirch (1911).
Die frühere Kirche besaß eine seltene Kanzel in Form eines Walfisches mit dem Propheten Jona.
Neben der Kirche befindet sich die letzte im Montafon erhaltene „Tanzlaube“, die einst Zwecken der Versammlung, der Unterhaltung sowie des Gerichtes diente.
1637 von Lukas Tschofen II., Mitglied einer angesehenen Gaschurner Familie des 17. Jh., aus einem Gelöbnis wegen Errettung aus großer Not gestiftet; bedeutende barocke Wallfahrtsstätte mit Wahrzeichencharakter; volkstümliche Barockkunst mit seltenen Darstellungen des Turiner Grabtuches (am Gnadenaltar, 17. Jh.) und der Legende „Maria Schnee“ (Deckenbild rechts im Langhaus); die Heiligenfiguren Lukas und Anna über dem Chorbogen weisen auf Lukas Tschofen III. und seine Frau Anna Clawothin, Besitzer des größten Montafoner Gasthauses im 17. Jh. (Alpenrose, 1927 abgebrannt) hin; an Lukas Tschofen VI. erinnert die Lukas-Tschofen-Stube im Gemeindeamt (1681) und das Lukas-Tschofen-Haus an der Straße nach Partenen.
Die erste Kapelle wurde als Filialkirche von St. Gallenkirch um 1503 von Bischof Stefanus geweiht. Die heutige Expositurkirche wurde nach der Zerstörung der ersten durch eine Lawine 1694 vom Churer Bischof Ulrich ihrer Bestimmung übergeben. Der im Empire-Stil gehaltene Hochaltar (1852) ist dem Kirchenpatron St. Nikolaus gewidmet. Die Orgel stammt aus dem 17. Jhd. und dürfte eine der ältesten im Montafon sein.
Gottesdienst: Samstag 19.30 Uhr und Sonntag 10.15 Uhr
Barockkirchlein aus dem 18. Jh.; nach Dorfbrand im Jahr 1800 mit Mithilfe von Tiroler Gemeinden und Künstler wieder errichtet; volkstümliche spätbarocke Ausstattung mit bemerkenswerter Skulptur des Kirchenpatrons (am linken Seitenaltar) und seltener Darstellung der „14 Nothelfer“ des Vorarlberger Kirchenmalers Anton Marte (Deckenbild von 1926 im Langhaus).
Die Barbara Kapelle wurde von der Vorarlberger Illwerke AG auf 2.030 m Höhe zum Gedenken an die bei den Kraftwerksprojekten der Illwerke verunglückten Menschen erbaut.
Lourdes Kapelle auf der Kardatscha. Die Kapelle wurde 1983 erbaut. Nach der dritten Brücke der Silvretta-Hochalpenstraße führt der Weg über den Kreuzweg zur Lourdes Kapelle. Zugang auch ab Vermunt.
Das Kircheninnere der Pfarrkirche St. Anton i. M. zeichnet sich durch eine besondere Symbiose zwischen „alt“ und „neu“ aus. Erwähnenswert ist das Grabmal des Landamanns J. J. Battlogg.
Gottesdienst: Samstag Vorabendmesse 18.30 Uhr und Sonntag 9.00 Uhr
Seit 1307 Kapelle, 1474 erfolgte der Neubau. Jener Zeit gehört das noch heute bestehende gotische Polygon-Chor in seiner architektonischen Gestaltung an. Das gotische Chor-Gewölbe wurde barockisiert. Die Kirche zählt mit ihren 3 Rokokoaltären, der Kanzel und dem Orgelgehäuse zu den schönsten Rokokokirchen Vorarlbergs. Bedeutend ist auch der Freskenzyklus von W. Klausner (1775).
Gottesdienst: Sonntag 8.45 Uhr und 19.30 Uhr (im Winter 18.30 Uhr)
1865 erbaut. Neuromanische Altäre, Malereien im Nazarenerstil, zahlreiche Bilder (beidseits des Hochaltares, an der Chordecke) von Franz und Jakob Bertle aus der Schrunser Malerfamilie Bertle. Hans Bertle (Sohn von Jakob Bertle) schuf fünf Deckengemälde im Langhaus und die Medaillons über den Fenstern. Der Schreiner Anton Bertle und der Bildhauer Ignaz Bertle sind für die Ausführung der Kanzel verantwortlich.
Gottesdienst: Sonntag 9.00 Uhr und 19.30 Uhr (im Winter 19.00 Uhr)
Die St. Agatha Knappenkapelle ist die älteste Kirche im Montafon und hat ihr Entstehen dem Bergbau zu verdanken. Weitere Zeugen dieser Zeit sind der Unglücksstollen, der heute noch deutlich in der Kirche zu sehen ist und das Bruderhüsli im Dalaaser Wald. Das Bergbaugebiet Montafon-Klostertal war dazumal das Größte im gesamten Land Vorarlberg. Informationen und Bilder von der St. Agatha Kirche, dem Bruderhüsli und der Klause von Jos Erhard finden Sie unter www.kristberg.at
Eine Führung mit Adolf Zudrell durch die Zeit des Montafoner und Klostertaler Bergbaus vor über 1000 Jahren in der St. Agatha Kirche am Kristberg sollte man sich nicht entgehen lassen. Anmeldung zur Führung im Tourismusbüro Silbertal Tel. +43 (0)5556 74112, info@silbertal.at oder im Panoramagasthof Kristberg Tel. +43 (0)5556 72290, info@kristberg.at möglich.
Als die alte Kirche aus dem 14. Jhd. zu klein wurde, wurde sie im Jahre 1892 abgebrochen und am 3. Juli 1892 der Grundstein für die neue Kirche gelegt. Die neue Kirche wurde im neugotischen Stil nach dem Wiener Dombaumeister Freiherr von Schmidt erbaut. Am 12. Oktober 1893 fand die feierliche Einweihung durch den Weihbischof Dr. Zobl statt. 1896 wurde die Silbertaler Pfarrkirche von Kunstmaler Hans Martin aus München ausgemalt.
1452-1454 entstand diese Pfarrkirche, deren gotischer Chor noch erhalten ist. 1812-1814 wurde die Kirche von Johann Nepomuk Bitschnau erweitert. Sie enthält Elemente der Gotik, des Barock und der Neurenaissance. Fresken im Chor und Langhaus von Michael Anton Fuetscher (1814). Die Kirche ist neben Rankweil und Bildstein eine der Marien-Wallfahrtsstätten in Vorarlberg.
Gottesdienste im Sommer: Samstag 18.30 Uhr, Sonntag 10.00 Uhr Gottesdienste im Winter: Dienstag-Freitag 19.30 Uhr, Samstag 08.30 und 19.00 Uhr, Sonntag 10.00 Uhr
Erbaut von 1966-68 nach Entwürfen von G. Meusburger.
Gottesdienst: Sonntag 19.00 Uhr
Die erste Kapelle am heutigen Standort wurde 1479 erbaut, 1614 wurde das Gotteshaus um die Emporkirche verlängert, 1650/51 nach der Loslösung von der Pfarrei Tschagguns war die Kapelle schlicht und ungeziert. 1777 etappenweiser Neubau des Kirchenschiffes, 1792 Neubau des Chorus, bedeutende Innenrenovierung im Jahre 1850/51. Sollte 1958 eigentlich abgebrochen werden, um der neuen Kirche zu weichen, kam aber unter Denkmalschutz und wurde 1990-1992 gesamtrestauriert, neuerliche Weihe am 29.11.1992. Heute finden in der Friedhofskirche sakrale Konzerte, Taufen und Rosenkränze statt.
Im äußersten Teil von Vandans am Ende von Untervens steht die Venser Kapelle, auch Venser-Bild genannt. Ihre Entstehung verdankt diese Kapelle einem Gelöbnis aus dem Jahre 1613. Damals wütete im Dorf derart die Pest, dass innerhalb von 3 Monaten 180 Bewohner starben. Eine gewisse Anna Planggin gelobte, zu Ehren der Mutter Gottes und des Hl. Sebastian eine Kapelle zu bauen, wenn der Vandanser Ortsteil Vens von der Suche verschont bliebe. Diese Bitte fand Erhörung, die Seuche hielt am Mustergielbach und noch im selben Jahr wurde eine kleine Kapelle erbaut.
Anfangs gesichert auf einem Hügel errichtet, wurde die Kapelle 1697 um mehr als die Hälfte vergrößert und mit einer kleinen Glocke versehen. Seit damals gilt sie auch als Wallfahrtskapelle, wie die vielen gestifteten Votivtafeln beweisen. Im Laufe der Zeit wurde sie neuerlich vergrößert und des Öfteren restauriert. Die Kapelle ist mit 3 Altären im Barockstil ausgestattet, den Hauptaltar ziert ein Hochrelief vom Abendmahl, darüber thront das Gnadenbild der Madonna mit Jesuskind. Heute ist die Kapelle ein beliebtes Wallfahrtsziel. Auch bei Hochzeiten wird das Kirchlein gerne aufgesucht.
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