Die Montafoner Museen sind längst nicht mehr nur ein
„Schlechtwetterprogramm für gelangweilte Gäste“. Sie bieten
Einblick in die Geschichte, Kultur und Kulturlandschaft des
Montafons.
Führungen in den Museen oder zu kulturgeschichtlichen
Besonderheiten sind auf Voranmeldung jederzeit möglich.
Tel. +43 (0)5556 74723
Fax +43 (0)5556 74723-24
info@montafoner-museen.at
Homepage Montafoner Museen
Das Montafoner Heimatmuseum in Schruns gehört zu den ältesten seiner Art im ganzen Alpenraum. Bereits 1906 begann ein engagierter Kreis mit der Sammlung, die seit 1978 im ehemaligen Bergrichterhaus – ein spätmittelalterliches Gebäude mit jüngerem Erweiterungsbau – am Kirchplatz präsentiert wird. Standen zunächst noch naturwissenschaftliche Interessen im Vordergrund, so ging spätestens der 1912 gegründete Heimatschutzverein im Tale Montafon daran, volkskundlich interessante Objekte aus dem gesamten Tal zusammenzutragen. Der Verein führt noch heute das Museum, welches nunmehr eine erstklassige Sammlung an volkskundlichen Objekten besitzt, die durch zwei Wechselausstellungen pro Jahr im zweiten Obergeschoss ergänzt wird. Im Erdgeschoss erwartet Sie im Eingangsbereich die Darstellung von Montafoner „Ikonen“ (wie etwa ein Montafonertisch, ein Skifahrerplakat Hans Bertles oder ein Auswandererbild eines Montafoner Amerikafahrers). Daneben können Sie im Zwischengeschoss eine alte Schulklasse von Tschagguns-Bitschweil (1963 aufgelassen) besichtigen. Im so genannten „Schopf“ sind landwirtschaftliche Geräte sowie eine Alpsennerei untergebracht.
In den Kellergewölben sind verschiedene traditionelle Werkstätten sowie eine Hammerschmiede eingerichtet. Im ersten Obergeschoss sehen Sie zunächst anhand von Originalen und Bildern den Werdegang der bekannten Montafoner Tracht. Hier befinden sich auch eine Reihe hochwertiger Beispiele Montafoner Volkskunst, wie etwa ein reich geschnitzter Stubenkasten aus dem Jahr 1793. Im älteren Teil des ersten Obergeschosses treffen Sie auf wichtige Bestandteile traditioneller Montafoner Wohnkultur: die alte Rauchküche, die Nähkammer, zwei Schlafkammern sowie die Stube aus dem Jahr 1784. Die Webkammer verweist auf die Anfänge der textilen Produktion im Tal.
Öffnungszeiten Winter:
27.12.2011 bis 13.04.2012
Dienstag bis Freitag von 16.00 - 18.00 Uhr
Führungen sind auf Anmeldung jederzeit möglich. Anmeldung und Infos unter 05556/74723 bzw. info@montafoner-museen.at
Bahnhofstr. 12, Schruns, montartphon@gmail.com;
Paul Seilern - Der stille Zeichner;
Eröffnung am 13.01.2012 um 19.00 Uhr;
Öffnungszeiten: Mi, Sa+So: 18.00-20.00 Uhr
(Dauer: 14.01.-19.02.2012)
Eintritt ist frei!
Die Orte Schruns und Tschagguns zählen zu den ältesten Wintersportorten in den Alpen. Dementsprechend hat der Wintersport im Montafon in seiner knapp 100-jährigen Geschichte eine rasante Entwicklung durchgemacht. Dies wird vor allem durch die von Helmut Marent über Jahrzehnte zusammengetragene Sammlung deutlich, die nun erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Wintersportgeräte verschiedenster Art und Entwicklungsstufen stehen neben den großen Namen Montafoner Rennläufer vergangener Zeiten.
“Alti Gme”, Dekan-Ellensohn-Weg 3, A-6774 Tschagguns
Auf Anfrage im Tourismusbüro Tschagguns, Tel.: +43 (0)5556 72166-30 od. 31
Führungen nach Vereinbarung mit Helmut Marent möglich: Tel. +43 (0)5556 75008
In Latschau, oberhalb von Tschagguns, ist im Lünerseewerk (Pumpspeicherkraftwerk) ein Schauraum täglich geöffnet. Besucher können von hier aus einen Blick in die Maschinenhalle des Kraftwerkes werfen. Informaiotnen über die Vorarlberger Illwerke AG im Allgemeinen, deren Kraftwerke und Anlagen werden anhand von Schautafeln Broschüren und Prospekten und am Beispiel von Modellen detailliert vermittelt. Ebenso können im Schauraum zwischenzeitliche Funde, die im Zuge des Sperrenbaues am Grund des Lünersees entdeckt wurden, besichtigt werden.
Öffnungszeiten:
täglich von 08.00 - 18.00 Uhr, Montag Vormittag geschlossen.
Informationen finden Sie unter www.illwerke.at
Das seit 1657 existierende Frühmesshaus in Bartholomäberg dient seit Juni 2009 als viertes Haus der Montafoner Museen. Der Frühmesser war über Jahrhunderte so etwas wie ein Hilfspfarrer, der in den vergangenen Jahrzehnten aus der Mode gekommen ist. Das Museum zeigt zunächst den „Rohzustand“ und soll jedes Jahr ein wenig wachsen, um am Ende das „Montafon Museum“ schlechthin zu präsentieren. Im ersten Jahr legten sich noch die Spinnweben über die Dinge, welche die letzten Besitzer vor etwa zehn Jahren im Haus zurückgelassen hatten. Im zweiten Jahr präsentiert sich das Frühmesshaus nun schon „musealer“. Die herausragende Architektur des frühbarocken Gebäudes sowie Meisterwerke des barocken Mobiliars rücken nun in den Vordergrund. Die Lage über dem Talbecken und inmitten der Anfänge der regionalen Geschichte – auch der Name Montafon war einstmals nur für den Raum Bartholomäberg gültig – stellen die perfekten Voraussetzungen für einen der besten Museumsstandorte in der Region dar. Die Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, selbst bei der Gestaltung mitzudenken und mitzuhandeln. Wechselnde Sonderausstellungen nehmen Bezug auf den lokalen Raum aber auch auf die in den anderen Montafoner Museen gezeigten Schwerpunktthemen.
Öffnungszeiten:
28.12. - 13.04.2012
Dienstag + Donnerstag von 16.00 - 18.00 Uhr
Führungen sind auf Anmeldung jederzeit möglich. Anmeldung und Infos unter 05556/74723 bzw. info@montafoner-museen.at
Das Montafoner Tourismusmuseum in Gaschurn befindet sich ebenfalls in einem alten Frühmesshaus und existiert bereits seit 1992. 17 Jahre lang wurde hier die Geschichte des Fremdenverkehrs dargestellt, seit 2009 orientiert sich das Haus neu. Ausgehend von der durch Einfachheit und gleichzeitigen Schönheit beeindruckenden Architektur des alten Walserhauses und ausgehend von seinem prominenten Bewohner Franz Josef Battlogg (1836-1900) wird das Objekt künftig einen alpingeschichtlichen Schwerpunkt zeigen. Der Frühmesser und spätere Pfarrer Battlogg hatte sich als Alpinpionier und außergewöhnlicher Chorleiter in den ausgehenden 1860er und 1870er Jahren einen internationalen Ruf geschaffen. Er bezeichnete Gaschurn als die „Vorhalle zur großen Gebirgswelt“ und in diesem Sinne wird das Museum künftig tätig sein. Wechselnde Sonderausstellungen nehmen auch hier Bezug auf den lokalen Raum aber auch auf die in den anderen Montafoner Museen gezeigten Schwerpunktthemen.
Öffnungszeiten:Das Montafoner Bergbaumuseum besteht seit 1996 und befindet sich im Gemeindeamt Silbertal. Das Museum präsentiert die Geschichte des Bergbaus im Montafon bis zur Gegenwart. Im Mittelpunkt steht ein Schaustollen mit Grubenhunt und Bergmann. Urkunden, historische Fotos, traditionelles Werkzeug sowie zahlreiche Erze aus dem Bergbaugebiet ergänzen die Sammlung.
Die Geschichte des Bergbaus im Montafon reicht wahrscheinlich bis in prähistorische Zeiten zurück. Die im Jahr 2000 entdeckte bronzezeitliche Siedlung in Bartholomäberg-Friaga dürfte jedenfalls in Zusammenhang mit einem vorgeschichtlichen Kupfererzbergbau zu sehen sein. Wechselnde Sonderausstellungen nehmen auch hier Bezug auf den lokalen Raum aber auch auf die in den anderen Montafoner Museen gezeigten Schwerpunktthemen.
Öffnungszeiten:
28.12. - 13.04.2012
Dienstag + Donnerstag von 16.00 - 18.00 Uhr
Führungen sind auf Anmeldung jederzeit möglich. Anmeldung und Infos unter 05556/74723 bzw. info@montafoner-museen.at
Die Vorarlberger Illwerke AG, ein Unternehmen von illwerke vkw, betreibt im Vallülasaal in Partenen das Infozentrum "energie.raum“. Der Rundgang beginnt im Kraftraum im Erdgeschoss, wo acht Videoinstallationen den Besucher auf die Gesamtthematik einstimmen. Das Herz der Ausstellung befindet sich im Obergeschoss: Das Energiekino ermöglicht einen Blick per Live-Kamera in die Maschinenkaverne des im Bau befindlichen Kopswerkes II. Weiters können hier interessante Kurzfilme über illwerke vkw, das Kopswerk II sowie über die Silvretta-Hochalpenstraße per Knopfdruck abgerufen werden.
Mit der Zeitmaschine wird die Geschichte des Kraftwerksbaus im Montafon erlebnisnah aufgerollt, und die vier Info-Points lassen eine Fülle von Informationen rund um illwerke vkw und den Natur- und Kulturraum Montafon erwarten. Eine Herausforderung ist die Energiemaschine, die einen spannenden Eindruck von der Komplexität der Stromversorgung und Netzregelung vermittelt. Der Raum der Stille bietet mit Werken des zeitgenössischen Montafoner Komponisten Herbert Willi wahren Hörgenuss.
Hier haben Sie die Möglichkeit, eine unverbindliche Anfrage in unseren elektronischen Anfragepool zu stellen.