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Maisäßkultur....
...in Bartholomäberg

Viele urig gemütliche, jedoch bewusst einfach ausgestattete großteils jahrhundertealte Holzhäuschen, die in unserer Region nach altem Brauch „Maisäße“ genannt werden, zieren bei uns die Landschaften auf ca. 1200 bis 1400m Seehöhe.                         Diese „Maisäße“ dienten noch vor wenigen Jahrzehnten ausschließlich der Landwirtschaft und wurden – wie der Name aussagt – von Mai bis Juni von den Bauern mit dem gesamten Viehbestand sowie „Kind und Kegel“ bewohnt, bis die Zeit der Alpbesetzung da war und die Kühe, Kälber und Rinder dorthin wechselten. Dann zog der Bauer mit seiner Familie, Hund und Katze und dem Federvieh wieder ins Tal bzw. auf den Hof und verrichtete hier die Heuarbeiten bis zum Herbst. Anfang Herbst, als die Alpzeit wieder um war, kam das Vieh kurzzeitig zurück auf den „Maisäß“ um diesen nochmals auszuweiden, bevor dann endgültig bis zum nächsten Frühjahr auf den Hof zurückgekehrt wurde. Heute dienen diese „Maisäße“, die ursprünglich in fast einheitlicher Bauweise aufgestellt wurden und früher grundsätzlich nur mit Holzschindeln gedeckt waren, zum Großteil nur noch als Urlaubsdomizile für Einheimische und Gäste und sind landesweit und über diese Grenzen hinaus überaus beliebt und für viele eine begehrte Rarität, wenn ein solches "Maisäß" zum Kauf, zur Pacht oder zur Miete angeboten wird.....
Die „Montafoner Maisäßkultur“ wurde auch eigens in einer Ausgabe der Montafoner Schriftenreihe vom Montafoner Heimatmuseumsverband thematisiert und ist in den Montafoner Museen und Tourismusbüros erhältlich.                                      Sie sind dazu nun neugierig geworden? Dann unternehmen Sie einen Wanderausflug ab Bartholomäberg über den Lindaweg nach Rellseck oder Roferweg zum Fritzasee, Fulasee und Torasee - retour über Botzis, Bartholds-Rank, Sassella, stets vorbei an vielen dieser romantischen „Maisäße“.                                                                          Das Angebot gilt ganzjährig - im Winter mit Schneeschuhen auf unseren ausgesteckten Schneeschuhrouten oder im Sommer in unserem großartig beschilderten Wandergebiet. Viele weitere – kürzere oder längere - Wanderrouten bieten ebenfalls prachtvolle Eindrücke zu unserer einzigartigen „Maisäßkultur“.       Erzlagerstätten in Bartholomäberg St. Anna-Stollen                     Um 1550 nahm die Bergbautätigkeit im Montafon dramatisch ab. Die Konkurrenz ertragreicherer Bergwerke brachten den heimischen Bergbau kurz nach 1600 weitgehend zum Erliegen. Schürfversuche in den folgenden Jahrhunderten blieben ohne den gewünschten Erfolg. Und so ist der Bergbau am Bartholomäberg Geschichte.     Vor Hunderten von Jahren gab es in der Region viele Bergarbeiter, denen die Geheimnisse der Tiefe und die schwere Arbeit im ewigen Dunkel vertraut waren.  Die in der Frühzeit des Bergbaues angelegten Stollen wurden mittels Schlägel und Eisen, teilweise auch unter Anwendung des sogenannten Feuersetzens vorgetrieben. Ober Tage standen damals Pochwerke, Röstofen und Schmieden. Heute sind Abraumhalden und eingestürzte Stolleneingänge die landschaftlichen Zeugen, die die Geschichte unserer Heimat erzählen. In Bartholomäberg und Kristberg konnte eine sehr komplexe Mineralisation nachgewiesen werden.                       St. Anna Stollen-die fazinierende Weld der Bergknappen...         Bei der Restauration des Bergwerkes wurde besonders auf die Erhaltung eines unverfälschten historischen Charakters geachtet. Rund 135 Meter des St.-Anna-Stollens, dessen tatsächliche Länge unbekannt ist, konnten zugänglich gemacht werden.         Wanderung zum St. Anna Stollen...                              Ausgangspunkt der etwa dreiviertelstündigen Wanderung ist die neu renovierte Kirche von Bartholomäberg. Von dort aus führt der Bergknappenweg zur "Linde" und dann wandert man gemütlich über den Flur "Schura" in das ehemalige Bergbaurevier Knappagruabe" zum historischen St-Anna Stollen, welcher ca. 200 Meter unterhalb des "Fritzen Sees" liegt. (Beim Historischen Bergwerk ist vorübergehend keine Führung möglich)                                           

  • Maisäß im Herbstkleid
  • ''Fulasee'' in Bartholomäberg
  • Bäuerin mit Kind am Hochjoch
  • Maisäßtür

 

 

 

 

 

 

 

 

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