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Die Talschaft Montafon wird seit vielen Jahrhunderten von der Land-, Alpwirt- und Forstwirtschaft geprägt. Generationen von Menschen, die in diesen Bereichen tätig waren und sind, sichern und pflegen unseren Siedlungsraum. Besonders während des Sommers übernehmen die Montafoner Viehalpen eine wichtige und unverzichtbare Aufgabe.
In der Gemeinde Bartholomäberg wurden in diesem Sommer die Alpen der Agrargemeinschaften Latons und Allmein genutzt. Auf der Alpe Latons betreute das Alpvolk 62 Kühe, 2 Milchkühe, 7 Kälber, 1 Rind und 5 Schweine. Bei wechselnden Wetterbedingungen sorgten sie für das Wohl des Viehs und die bestmögliche Verarbeitung der Milch. So entstanden vorzüglicher Bergkäse, Montafoner Sauerkäse und exzellente Alpbutter.
Die Alpe Latons geht seit vielen Jahren einen besonderen Weg in der Pflege der oft steilen und mit Gebüschen bewachsenen Flächen. Alpmeister Thomas Fitsch und der Ausschuss der Agrargemeinschaft Latons wagten vor einigen Jahren einen Versuch: Während des Sommers werden hier auch Ziegen auf der traditionellen Kuhalpe gesömmert. Im Jahr 2025 waren 53 Ziegen auf der Alpe Latons im Einsatz. Sie übernehmen die Rolle „natürlicher Landschaftsgärtnerinnen“, indem sie Sträucher und Büsche zurückdrängen und so neue Weideflächen entstehen lassen. Diese erfolgreiche Strategie hat zwischenzeitlich auch auf mehreren Alpen in ganz Österreich Nachahmer gefunden.
Auf der Alpe der Agrargemeinschaft Allmein wurden im Sommer 2025 insgesamt 147 Rinder und Kühe, 41 Kälber, 164 Schafe und 17 Pferde gesömmert. Auch hier waren 32 Ziegen unterwegs und trugen als „Landschaftsgärtnerinnen“ zur Pflege der Weiden bei.
Ein Alpsommer ist jedoch nicht immer von schönem Wetter geprägt. Plötzliche Wetterstürze, Nebel, starker Regen oder gar Hagel stellen das Alpvolk immer wieder vor große Herausforderungen. Über etwa drei Monate sorgt das Alpvolk „rund um die Uhr“ mit großem Einsatz für das Wohl der Tiere.
Traditionell werden die Alpen Latons und Allmein auch von unserem Pfarrer Celestin gesegnet.
Abschließend gilt unser herzlicher Dank dem Alpvolk und allen Landwirten, die ihre Alpen mit Vieh beweiden und damit wesentlich zur Pflege alter Traditionen beitragen. Ihr Einsatz macht den Montafoner Alpsommer zu einem unverzichtbaren Teil des kulturellen und landschaftlichen Erbes unserer Region.